Zitrone und Feige im Kübel: Südfrüchte auf der Terrasse
Frisch gepflückte Zitronen für den Sommerdrink, reife Feigen zum Frühstück: Mit zwei Kübelpflanzen holt sich jeder ein Stück Mittelmeer auf die Terrasse. Beide sind pflegeleichter als ihr Ruf – wenn ein paar Grundregeln beachtet werden.
- Standort
- Vollsonnig und warm, vor Wind geschützt.
- Kübel
- Mit Abzugsloch, nur eine Nummer größer als der Ballen.
- Wasser
- Kalkarm, durchdringend, dann abtrocknen lassen.
- Winter
- Zitrone hell bei 5–12 °C, Feige dunkel und frostfrei.
Die Zitrone: Blüte und Frucht zugleich
Remontierende Sorten wie das Zitronenbäumchen „Four Seasons“ blühen mehrmals im Jahr. Bis eine Zitrone reif ist, vergehen allerdings sechs bis neun Monate – deshalb hängen oft Blüten, grüne und gelbe Früchte gleichzeitig am Baum.
Zitrusgewächse mögen es gleichmäßig: Staunässe führt zu gelben Blättern, völlige Trockenheit zum Abwurf von Blüten und jungen Früchten.
Die Feige: robuster als gedacht
Feigen gehören zu den unkompliziertesten Kübelpflanzen. Die Sorte „Brown Turkey“ ist selbstfruchtbar und verträgt im Kübel leichten Frost bis −5 °C. Sie verliert im Herbst ihr Laub und kann deshalb dunkel in Garage oder Keller überwintern.
| Zitrone | Feige | |
|---|---|---|
| Erde | Zitruserde, leicht sauer | Kübelpflanzenerde |
| Düngen | März–September wöchentlich | April–August alle 2 Wochen |
| Überwinterung | hell, 5–12 °C | dunkel, 0–8 °C |
| Ernte | ganzjährig | August–Oktober |
Gelbe Blätter mit grünen Adern sind bei Zitruspflanzen fast immer ein Zeichen für Eisenmangel – meist, weil mit hartem Leitungswasser gegossen wird.
Der richtige Kübel
- Nur eine Nummer größer als der alte Topf wählen
- Drainageschicht aus Blähton gegen Staunässe
- Leichte Materialien wie Fiberglas erleichtern das Einräumen
- Rollbrett unter großen Kübeln schont den Rücken
Ein Stück Süden
Häufig im Winterquartier: zu warm bei zu wenig Licht. Kühler oder heller stellen.
In Weinbauklima an einer warmen Südwand ja, mit Winterschutz für die ersten Jahre.
